Lesenswerte Sport- & Outdoor-Blogs II
Vor einiger Zeit hatte ich ein paar Blogs vorgestellt, die mir besonders gut gefallen. Hier die Fortsetzung mit weiteren Lesemepfehlungen. • UltraistgutMargitta läuft seit 36 Jahren und ist Ultraläuferin. In ihrem Blog schreibt sie zum Glück nicht ausschließlich über Trainingseinheiten, sondern in einem kompakt-prägnanten Schreibstil über ihre Gedankenwelt (nicht nur) über das Laufen. Tolle Texte, tolle Bilder, sehr sympathisch.Lesetipp: SP die neue Krankheit • Float OnPersönliches Blog von Daniela aus dem Süden Deutschlands, die ganz gerne mal einen Ultra-Trail läuft und in englisch darüber schreibt. Wir kennen uns u.a. von Strava.Lesetipp: Tales from the back of the pack – Allgäu Panorama Ultra Trail • OutdoornetOutdoornet ist eine Homepage von Alex und Michael, die sich neben „klassischen“ Outdoor-Inhalten auch mit Survival und Prepping befasst.Lesetipp: Fluchtrucksack Packliste – Was gehört in einen Bugoutbag? • Go Girl RunEin wirklich schönes Blog von Mandy über Laufliebe und Reiselust: „Laufe mit mir morgens um fünf…
Läufermarotten
Im Laufe der letzten Jahre habe ich mir beim vor, beim und nach dem Laufen einige – sagen wir mal – Marotten angeeignet die ich nicht mehr ablegen kann. Einige Ticks geben mir ein gutes Gefühl und wer will schon gerne seine Gewohnheiten ändern? Ich habe zwar die Möglichkeit meine Schlüssel sicher zu verstauen, aber halte ich sie immer in der Hand. Wie einen Ring über meinen Zeigefinger gezogen und die rechte Hand zu einer Faust geballt. Nur selten schaffe ich es den Schlüsselbund für längere Zeit in die linke Hand zu nehmen. Obwohl ich vor jedem Laufs immer auf Toilette gehe, mache ich auf halber Strecke eine kurzePause und verschwinde schnell hinter einem Baum. Ich bin mir nicht sicher ob es in Wirklichkeit nur eine psychologische Etappenpause ist, aber auf jeden Fall fühle ich mich nachher erleichtert. Als ich als Anfänger noch keine Kondition hatte, habe ich mir für die Strecke bestimme Etappenpunkte vorgestellt…
Was Minimalismus für mich bedeutet
Viele Menschen assoziieren mit dem Wort Minimalismus eher negative Dinge: man gönnt sich nichts, lebt in einer tristen Wohnung, führt ein Leben als Asket und ist aus finanziellen Gründen gezwungen einen reduzierten Lebensstil zu führen. Letzten Endes sind diese Vorurteile das Ergebnis unseres, in den letzten Jahrzehnten, anerzogenen Konsumverhaltens. Die Dinge, die du besitzt werden letztendlich dich besitzen Zitat: Fight Club Egal ob klar strukturiertes Design oder reduzierter Lebensstil: weniger ist mehr! Für mich geht es letzen Endes darum alles möglichst einfach zu halten und um mich auf das Wesentliche konzentrieren zu können, was mich weiter bringt. 1. Konsum einschränken Als ich mein erstes eigenes Geld verdient habe, wurde ich mit mir selber und meiner Lebenssituation unzufrieden. Meinen Frust versuchte ich durch den Kauf von unnötigen Konsumgütern, ungesundem Essen und ständigen Partys zu kompensieren. Ich besaß viel womit ich mich ablenken konnte, hatte kurzfristigen Spaß, aber glücklich war ich nicht wirklich.…
The same procedure as every year: Laufen in der Dunkelheit
Seitdem ich laufe sind mir die Witterungsbedingungen relativ egal: Ich mag meistens Wind, ich mag Regen, ich mag Sonne, ich mag Schnee. Mein Schweinehund existiert praktisch nicht. Der Sport, das Laufen gehört zu meinem Alltag. Nur jedesmal, so Anfang November, merke ich wie meine Motivation merklich nachlässt. Es wird am Abend wieder viel eher dunkler und es fällt mir tatsächlich nicht leicht mal locker vor die Tür zu gehen. Meine Häufigkeit der Läufe nimmer stark ab und erst wieder im Frühling komme ich wieder zu meiner ursprünglichen Form zurück.Laufen in der Dunkelheit mag ich nicht und mögen auch viele andere Artgenossen nicht. Ich mag nicht… • wie ein Glühwürmchen durch die Gegend zu laufen. • wegen der Dunkelheit meine trecken zu ändern. • das schummrige Licht von Straßenlaternen. • wenn ich nur wenig mich herum wahrnehmen kann. • überfahren zu werden. • jedesmal mit mir zu kämpfen Obwohl ich immer…
Gefühlsläufer
Viele Läufer haben Spaß daran immer wieder neue Ziele anzustreben und verbissen auf etwas hinarbeiten. Ein Marathon in unter 3 Stunden oder einen Ultramarathon weil ein Marathon nur etwas für Luschen ist. Thomas von Harlerunner.de hat hierzu einen wirklich zutreffenden Artikel geschrieben. Soll jeder machen woran er/sie Spaß hat. Ich habe für mich recht schnell festgestellt, dass mich dieses höher, schneller, weiter nicht reizt. Eher im Gegenteil. Es langweilt mich und Verbissenheit turnt mich ab. Mir geht es in erster Linie darum einfach fit und agil zu bleiben. Meinen Geist zu stärken und in mir ein angenehmes Gefühl hervorzurufen, welches in mir innere Zufriedenheit hervorruft. Easy going… • Nach dem Aufstehen und der ersten Tasse Kaffee weiss ich ob ich gleich eine Runde drehe, den Lauf auf später verschiebe, oder es ganz sein lasse. • Nach den ersten zwei bis drei Kilometern horche ich in mich hinein und kann einschätzen ob es…
Song by Song: Meine Jogging Playlist
Es dauert immer recht lange bis ich eine passende Playlist für meinen Lauf zusammengestellt habe. Die Musik muss einfach passen und einen gewissen Spannungsbogen haben. Es dauert aber nicht lange bis mich die Playlist langweilt, also fängt das Spiel wieder von vorne an, deswegen wird dieser Artikel immer wieder überarbeitet und aktualisiert. 01. Intro (The XX)Für den Anfang ein entspanntes instrumentales Intro um die allgemeine Stimmungslage bei mir zu checken. 02. The Wickerman (Iron Maiden)Nach den ersten 2 Minuten (nein, nicht 2 Minutes To Midnight) der prefekte Opener um in die Gänge zu kommen. 03. Rainbow In The Dark (D.I.O)Live-Version vom Donington Festival 1987. Rainbow In The Dark treibt mich an um das Anfangstempo zu halten. Leider ist der kleine Mann mit der großen Stimme schon 2010 gestorben. 04. Skin O‘ My Teeth (Megadeth)Der erste Song vom 92er Countdown To Extinction Album. Obwohl Extinction auf deutsch Aussterben heißt, denke ich…
Morgenrund hat Gold im Mund: Laufen bevor der Tag beginnt
Garantiert hast du schon einmal darüber nachgedacht am frühen Morgen zu laufen. Konntest dich aber bisher nicht aufraffen und hast dich lieber noch einmal umgedreht. So ging es mir früher auch. Inzwischen habe ich das Laufen am Morgen wirklich schätzen gelernt und liebe die morgendliche Stimmung in der Natur und auf den verlassenen Straßen.Du willst jetzt sicher wissen wie du dich dazu aufraffen kannst. Im Grunde gibt es nur eine Lösung: einfach machen! Wenn dir das direkte loslaufen trotzdem schwer fällt, lege dir am Vorabend deine Laufsachen neben dem Bett zurecht. So wirst du direkt nach dem Aufstehen an dein festes Vorhaben erinnert und kommst nicht auf die Idee es letzen Endes doch sein zu lassen. Bist du dann einmal draußen und hast die ersten Meter hinter dich gebracht wirst du nicht mehr umdrehen wollen. Du wirst mit einem tollen Gefühl belohnt weil der Tag gleich positiv anfängt. Die Vorteile…
Der ganz normale 10 Km Wahnsinn
Um 06:00 Uhr werde ich das erste Mal wach und habe sofort dieses unruhige Gefühl in mir: ich muss raus! 2 Tassen Kaffee, ein Glas Wasser und etwas Rührei reichen, richtig Frühstücken kann ich später. Nicht weiter groß nachdenken, sofort in die Laufklamotten und ab vor die Tür. Mit oder ohne Musik? Ich entscheide mich für einen Mix aus Punk, Hardcore, Metal und Elektro. Mist. Heute braucht die GPS Uhr aber lange um das Signal zu finden, ich trete unruhig auf der Stelle. Es ist kaum ein Mensch auf der Straße, nur ein paar Vögel zwitschern fröhlich vor sich hin. Ich genieße die Ruhe bevor sich alle wie die Lemminge in den samstäglichen Konsumrausch stürzen. Hey! Ho! Let’s Go! Die Uhr piepst, endlich kann es losgehen. Der erste Kilometer ist immer etwas komisch, „The Wicker Man“ ist das perfekte Intro um gut in Tritt zu kommen. Aber wo soll es…
Für mich die beste Lauf-App: Runmeter
Könnt ihr euch noch daran erinnern als die ersten Lauf-Apps erschienen sind? Meine erste war Run Tracker Pro und ich war am Anfang von dieser App absolut begeistert. Auch wenn das GPS recht fehlerhaft war, hat mich diese Kombination von Technik und Sport fasziniert. Seinen Lauf auf einer Karte nach zu verfolgen war einfach großartig und unglaublich motivierend. Sehr schnell sind weitere Lauf-Apps erscheinen wie Nike+, Runkeeper und natürlich Runtastsic, bei der ich lange Zeit geblieben bin. In all den Jahren hat sich wirklich viel getan und ich habe zahlreiche weitere Apps ausprobiert. Ich benutze zwar heute eine GPS Uhr mit einem integrierten Musikplayer, weiche aber manchmal noch auf das Smartphone aus und muss sagen, die für mich beste App ist und bliebt Runmeter. Was ich an Runmeter schätze • Ich kann sehr viele Einstellungen vornehmen. • Ich kann den Bildschirm nach meinen Wünschen anpassen. • Die Läufe können in…
Habe ich den Läufer Blues?
Wenn ich einen schlechten Tag hatte ziehe ich einfach meine Laufschuhe an, bin auf den ersten Kilometern noch in meinen Gedanken versunken und plötzlich fällt alles von mir ab. Bei mir ist es momentan etwas anders. In letzter Zeit fehlt mir ein wenig die Motivation, wobei ich an und für sich alle mir bekannten Tricks anwende, um mich möglichst bei Lauflaune zu halten. Blockade im Kopf, Blockade in den Beinen? Ich kann mich zwar irgendwie aufraffen, bekomme aber keinen Drive. Immer wieder die selben Strecken, es ist alles Routine und die Gedanken hören nicht auf zu kreisen. Dabei weiss ich manchmal gar nicht worüber ich nachdenke, es fällt mir unheimlich schwer mich auf den Lauf zu konzentrieren. Dann lege ich eine Pause ein, fluche vor mich hin, bin unzufrieden und will nur noch nach Hause. Was mir schon länger fehlt ist dieses Aha-Erlebnis von früher™, dieser unstillbare Drang raus zu wollen. Das…